Chronik

Im November 1969 fiel bei einer Sparclubauszahlung im Schützenhaus Klapheck der Satz „Der heutige Abend war wie eine Karnevalssitzung“. Diesen Abend könnte man als die Geburtstunde des KVO bezeichnen. Aber erst im April 1970 fanden sich die Sparclubmitglieder wieder zusammen und gründeten den  Karnevals-Verein- Obermarxloh. Es wurde eine Satzung erarbeitet, die Geschäftsordnung für den Elferrat bestimmt und natürlich die Uniformen und die ersten Orden entworfen. Am 4. Dezember 1970 erfolgte dann die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Duisburg durch den 1. Präsidenten Rolf Korte. Die Session 70/71 wurde dann auch ein voller Erfolg. Hans Nipken, damaliger Prinz in Duisburg und Ehrenmitglied des KVO, prägte den Satz „Ich habe viele Vereine mitgegründet, kommen und gehen sehen, dieser Verein wird Bestand haben“. Hans Nipken hat recht behalten. Die Session 72/73 wurde durch den Wegzug von Rolf Korte schwierig. Das Narrenschiff KVO drohte führerlos zu werden, aber Horst Maringer und Wolfgang Burkhart haben das Schiff wieder auf Kurs gebracht. In der Session 74/75 wurde die Präsidentschaft von Günter Mais übernommen. Ihm war es vorbehalten, die erste große Prunksitzung in der Neuerbauten Rhein-Ruhr-Halle mit großem Erfolg durchzuführen. Zum Zugpferd für den KVO wurde dann aber die gleichzeitig durchgeführte Herrensitzung, die bis zum heutigen Zeitpunkt zu den attraktivsten Sitzungen im Duisburger Norden in der Karnevalssession zählt Die Session brachte einen erneuten Führungswechsel. Horst Maringer übernahm die Präsidentschaft. Es wurde der Versuch unternommen mit den Beeckerwerther Narren eine Prunksitzung in der Rhein-Ruhr Halle durchzuführen. Da aber unser Nachbar „Rot-Weiß-Hamborn“ ebenfalls in die Rhein-Ruhr Halle drängte, blieb es bei dieser einen Veranstaltung. In der Session 80/81 legte sich der KVO eine Tanzgarde zu, was für den Verein einige finanzielle Klimmzüge mit sich brachte. Die Leitung übernahmen Renate und Dieter Metzger. Im November 83 holten sich die Mädels die Stadtmeisterschaft im ShowTanz. In der Session 86/87 hatte der Verein seine schwerste Krise zu überstehen und stand vor der Auflösung. In dieser Stunde der Not erklärten sich drei Mitglieder bereit, das führerlose Schiff zu übernehmen. Ehrensenator Erich Wolter übernahm das Präsidentenamt und die Elferratsmitglieder Jürgen Prinssen und Klaus Möller die Geschäftsführung. Die Session 88/89 brachte nochmals einen Wechsel in der Vereinsführung. Erich Wolter konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitermachen. An seiner Stelle wurde unser Senatspräsident Falko Krutz gewählt. Dieses Amt übte er mit großem Engagement für den Verein aus. Um den Verein effektiver zu gestalten wurde der Vorstand auf 7 Mitglieder erhöht und der Verein in die Gemeinnützigkeit geführt. Mit der Suche nach Nachwuchs in der Tanzgarde hatten wir Erfolg und wir wünschen uns, dass wir noch mehr Nachwuchs für die Tanzgarde oder auch für eine Jugendgarde bekommen können. Denn Jugend ist das A und O für den Fortbestand eines Vereins und wir sind froh, dass wir vielen Mitgliedern, ob jung oder alt, eine Heimat in unserem Verein bieten können. Im Jahr 2005 trat Falko Krutz aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl des Präsidenten an. Er blieb aber als Senatspräsident im geschäftsführenden Vorstand. Wir wählten dann mit Stimmenmehrheit eine Frau,ein Novum in der Geschichte des Duisburger Karnevals und zwar Andrea Ackermann zur neuen Präsidentin. Gleichzeitig beschlossen wir uns, aus finanziellen Gründen, aus der Rhein-Ruhr Halle mit unserer Herrensitzung zurückzuziehen. Die nächste Herrensitzung wurde dann mit vollem Erfolg im Bürgerhaus Hagenshof, diesmal aber in eigener Regie, durchgeführt. Auch für die Damensitzung übernahmen wir dann die Bewirtung. Dieses war natürlich nur mit Hilfe unserer Damen möglich. Alle diese Maßnahmen haben wir nicht bereut. Im Jahr 2007 wurde Michael Tschammer als IT Beauftragter und Pressesprecher für Falko Krutz in den Vorstand berufen. Da sich in diesem Jahr auch sehr unerfreuliche Dinge im Rosenmontagszug mit unserer Tanzgarde zugetragen haben beschlossen wir, da wir für die Sicherheit unserer Tanzgarde nicht mehr garantieren konnten, uns vom Rosenmontagszug zurückzuziehen. Um Kosten zu sparen, verkauften wir unseren mittlerweile in die Jahre gekommenen Bus. Wir haben dann sofort mit einem umgebauten LKW an den anderen Umzügen teilgenommen. Im selben Jahr verlegten wir unser Vereinshaus ins Senftöpfchen. Alle diese, seit dem Führungswechsel, getroffenen Maßnahmen waren für den Verein sehr erfolgreich und was uns sehr gefreut und geholfen hat, wir konnten die Jugend wieder für den KVO interessieren. Es wäre wünschenswert, wenn der jetzige Vorstand dem Verein auch in den nächsten Jahren zurVerfügung steht.

Klaus Möller